Aktion-Silberpfeilwir gründen unseren Silberpfeil e. V.T: 02151-540566 oder 0175-7799739
Moderation: Arbeit, Arbeit, Arbeit, das ist es, was die Menschen in dieser Republik derzeit wohl vor allem bewegt. 5,2 Millionen ohne Jobs und was tun, wenn es einfach mit der Vermittlung nicht klappt, weil es keine Jobs gibt? Zupacken, sich selbst helfen, so könnte es gehen, wenn nichts anderes mehr geht. Deutschland in Arbeit, so heißt unsere Reportagereise durch Deutschland, das letzte Mal waren wir in Berlin, heute ist Anna Kyrieleis bei den "Silberpfeilen" in Hamburg. Von Anna Kyrieleis Mitglieder der Aktion Silberpfeil: "Mein Name ist Bernd Meier, 55 Jahre alt, und vom Beruf Diplomingenieur Maschinenbau" "Mein Name ist Jutta, ich bin 50 Jahre jung und habe insgesamt drei Berufsausbildungen." "Mein Name ist Wolfgang, ich bin 52 Jahre alt, komme aus der Werbung, habe als Graphiker gearbeitet und ein wissenschaftliches Studium absolviert." Sie sind alle über 50 und arbeitssuchend. Arbeitslos klingt so negativ sagen sie, und setzen auf Optimismus. Ihr Kreis wächst und wächst rasant.Mitglied Aktion Silberpfeil: "Graue Haare und trotzdem pfeilschnell, das ist unser Motto."Die Auftaktveranstaltung ist gerade mal drei Wochen her. Das hier ist ihr zweites Treffen. Sie wollen sich gegenseitig helfen. An Jobgipfel oder der gleichen glauben sie nicht mehr. Wolfgang, Aktion Silberpfeil: "Silberpfeil wird sich nicht darauf stützen, dass irgendetwas von der Politik kommt, sondern Silberpfeil nimmt die Sachen selber in die Hand." Mitglied Aktion Silberpfeil: "Deswegen ist die Dynamik, dass wir hier zusammenkommen. In finde, im Sinne des Sinnes, es wird nirgendwo ein Perspektive geben für Leute, die sich nicht selbst organisieren in solchen Sachen." Eine erste konkrete Idee der Silberpfeile: weitere infos hierWenn kein anderer sie einstellt, dann heuern sie sich halt gegenseitig an. Künftig wollen sie dafür eine eigene Währung einführen. Für eine Stunde Unterstützung beim Renovieren gibt’s zum Beispiel eine Silberpfeil-Münze. Und mit der kann man dann wiederum bezahlen, wenn man selber mal Hilfe braucht. Wolfgang, Aktion Silberpfeil: "Insgesamt gleicht sich das dann aus. Man spart eine Menge Geld einerseits und man hilft sich gegenseitig und macht was zusammen." Anke, Aktion Silberpfeil: "Die Idee ist im Grunde Nachbarschaftshilfe. Da wir alle mehr Zeit als Geld haben, tauschen wir eben unsere Zeit uns unsere Fähigkeiten aus." Ein kleines Hinterhofbüro haben sie auch schon, hier läuft alles zusammen. Bis vor ein, zwei Jahren waren die meisten noch in etablierten Berufen, Personalchefs, Programmierer, Kaufleute. Arbeitslosigkeit war nie ein Thema bis es sie selber traf. Und nun: Zu alt für eine Neueinstellung. Gisbert, Aktion Silberpfeil: "Das Hauptproblem ist eigentlich, dass man sich nicht mehr gebraucht fühlt. Man kann sich zwar beschäftigen, aber dass ist ja noch nicht alles. Zu einem menschenwürdigen Dasein gehört ja noch mehr." Noch werden vor allem Ideen gesammelt - eigene Existenzgründungen zum Beispiel. Klaus, Aktion Silberpfeil: "Dann können wir auch von einer Wir-AG sprechen, Die ist dafür da, Leuten die Möglichkeit zu eröffnen, in die Selbständigkeit hineinzugehen. Wenn die jetzt eine Idee haben, kommen sie zum Verein, tragen ihr Anliegen vor, und der Verein sagt dann eben, die Idee ist in Ordnung oder sie ist nicht gut." Fast jeder vierte Arbeitslose in Hamburg ist über 50. Genug Kundschaft für die Silberpfeile gibt es also. So sind sie auf der Suche nach Büros in verschiedenen Stadtteilen. Öffentliche Gelder gibt es nicht - Eigeninitiative ist ihr Motto.Jutta, Aktion Silberpfeil: "Im Grunde genommen haben die Politiker unsere Altersgruppe ohnehin abgeschrieben, das ist einfach so. Hier ist das wesentliche, dass man sich selbst nicht aufgibt." Der Zulauf ist groß. Aktion Silberpfeil hat schon nach drei Wochen rund 60 Aktive. Einfach nicht mehr untätig rumsitzen, darum geht’s. Sie alle wollen von der Gesellschaft mitgenommen werden. Endstation 50 wer will das schon? weitere infos über Tauschbörsen hier! Diese Computerfuzzis können einen wirklich nerven. Meist handelt es sich um
Milchbärte, die seit der ersten Klasse auf Tastaturen hacken und in Röhren
glotzen. Sie haben das Glück, mit Computern aufgewachsen zu sein. Sie können
weder die Glocke zitieren, noch die Bürgschaft, Schiller ist für die Teil eines
Straßennamens. Und während unsereins sich seine paar Brocken Computerwissen mit
von der Stirne heiß rinnendem Schweiß erkämpfen musste, können die auswendig und
mit selbstverständlicher Lässigkeit so etwas sagen wie: "USB-Sticks mit
U3-Technologie ermöglichen es, Applikationen direkt von dem externen Drive zu
laden, ohne dass die betreffende Software auf dem PC installiert werden muss."
Ich hasse es, wenn sie solche Sachen sagen und man sich vorkommt wie Klein Doofi
mit Plüschohren. |