Skripts können Variablen enthalten. Variablennamen müssen mit einem Buchstaben
oder einem Unterstrich ('_') anfangen und können eine beliebige Folge von Groß- oder
Kleinbuchstaben, Ziffern und Unterstrichen enthalten. Ein reserviertes Wort kann nicht als
Variablenname verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie in der Liste der reservierten
Wörter am Ende dieses Dokuments.
Sie müssen Variablen deklarieren, bevor Sie sie verwenden. Wenn Sie eine Variable
deklarieren, müssen Sie auch ihren Typ definieren. Eine Variable eines bestimmten Typs kann nur
Werte desselben Typs enthalten. Die folgenden drei Variablentypen werden unterstützt:
Ein logischer boolescher Wert von TRUE (Wahr) oder FALSE (Falsch).
Die Variable erhält den ausgewerteten Ausdruck. Beispiele:
integer count = 5
integer timeout = (4 * 3)
integer i
boolean bDone = FALSE
string szIP = "getip 2"
set ipaddr szIP
3.1 Systemvariablen
Systemvariablen werden durch Befehle für die Skripterstellung festgelegt oder
durch die Informationen bestimmt, die Sie beim Einrichten einer DFÜ-Netzwerk-Verbindung
eingeben. Systemvariablen sind schreibgeschützt und können deshalb im Skript nicht geändert
werden. Es gibt folgende Systemvariablen:
Name/Typ/Beschreibung
$USERID String
Die Benutzerkennung für die aktuelle Verbindung. Diese Variable ist der Wert
des im Dialogfeld Verbinden mit des DFÜ-Netzwerks angegebenen Benutzernamens.
PASSWORD String
Das Kennwort für die aktuelle Verbindung.
Diese Variable ist der Wert des im Dialogfeld Verbinden mit des DFÜ-Netzwerks
angegebenen Benutzernamens.
$SUCCESS/Boolean Diese Variable wird durch bestimmte Befehle festgelegt und
soll
anzeigen, ob der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde oder nicht.
Ein Skript kann anhand des Wertes dieser Variablen
Entscheidungen treffen.
Diese Variable wird durch bestimmte Befehle festgelegt und soll anzeigen, ob
bei der Ausführung des Befehls ein Fehler auftrat oder nicht. Ein Skript kann anhand des Wertes
dieser Variablen Entscheidungen treffen.
Diese Variablen können an allen Stellen eingesetzt werden, an denen ein
Ausdruck eines ähnlichen Typs verwendet wird. So ist z.B.
transmit $USERID
ein gültiger Befehl, weil USERID eine Variable vom Typ „String" ist.
4.0 Zeichenfolgenliterale
Die Skripterstellung für das DFÜ-Netzwerk unterstützt Escape-Folgen und
Übersetzungen des Caret-Zeichens entsprechend der folgenden Beschreibung.
Zeichenfolgenliteral
Beschreibung
^Zchn
Übersetzung des Caret-Zeichens
Ist Zchn ein Wert zwischen '@' und '_', wird die Zeichenfolge in einen
Ein-Byte-Wert zwischen 0 und 31 übersetzt. Zum Beispiel wird ^M in einen Wagenrücklauf
umgewandelt.
Ist Zchn ein Wert zwischen a und z, wird die Zeichenfolge in einen
Ein-Byte-Wert zwischen 1 und 26 übersetzt.
Ist Zchn irgendein anderer Wert, wird die Zeichenfolge nicht besonders
behandelt.
<cr> Wagenrücklauf
<lf> Zeilenvorschub
\" Anführungszeichen
\^ Einfaches Caret-Zeichen
\< Einfaches '<'
\\ Umgekehrter Schrägstrich
Beispiele:
transmit "^M"
transmit "Hans^M"
transmit "<cr><lf>"
waitfor "<cr><lf>"
5.0 Ausdrücke
Ein Ausdruck ist eine Kombination aus Operatoren und Argumenten, die ein
Ergebnis auswerten. Ausdrücke können als Werte in einem Befehl verwendet werden.
Ein Ausdruck kann jede Variable oder aber Integer-, String- oder Boolean-Werte
mit jedem der unären und binären Operatoren in den folgenden Tabellen kombinieren. Alle unären
Operatoren haben höchste Priorität. Die Priorität von binären Operatoren wird durch ihre
Position in der Tabelle angegeben.
Binär sind die folgenden Operatoren:
Operator Art der Operation Binäres Minus Einerkomplement
Die binären Operatoren sind in der folgenden Tabelle in der Reihenfolge ihrer
Priorität aufgeführt. Operatoren mit höherer Priorität sind zuerst aufgeführt:
Operatoren Art der Operation Einschränkungen beim Typ
*/ Multiplikation Integer
+ - Addition Integer, String (nur +)
< > <= >= Relationa Integer
== != Gleichheit Integer, String, Boolean
and Logisches UND Boolean
or Logisches ODER Boolean
Beispiele:
count = 3 + 5 * 40
transmit "Hallo" + " Ihr"
delay 24 / (7 - 1)
6.0 Kommentare
Der gesamte Text in einer Zeile hinter einem Semikolon wird ignoriert.
Beispiele:
; dies ist ein Kommentar
transmit "Hallo" ; Zeichenfolge "Hallo" übertragen
7.0 Schlüsselwörter
Schlüsselwörter legen die Struktur des Skripts fest. Im Gegensatz zu Befehlen
führen Schlüsselwörter keine Aktion aus. Die Schlüsselwörter werden im folgenden aufgelistet.
proc Name
Bezeichnet den Anfang einer Prozedur. Alle Skripts müssen eine
Hauptprozedur (proc main) enthalten. Die Skriptausführung beginnt bei der Hauptprozedur
und endet am Ende der Hauptprozedur.
endproc
Bezeichnet das Ende einer Prozedur. Wenn das Skript bis zur Anweisung
endproc für die Hauptprozedur ausgeführt worden ist, startet das DFÜ-Netzwerk PPP oder
SLIP.
integer Name [ = Wert ]
Deklariert eine Variable vom Typ „Integer". Sie können die Variable mit
jedem numerischen Ausdruck oder jeder Variablen initialisieren.
string Name [ = Wert ]
Deklariert eine Variable vom Typ „String". Sie können die Variable mit
jedem Zeichenfolgenliteral oder jeder Variablen initialisieren.
boolean Name [ = Wert ]
Deklariert eine Variable vom Typ „Boolean". Sie können die Variable mit
jedem booleschen Ausdruck oder jeder Variablen initialisieren
Weiteres demnächst hier!!!
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