| Marketing - Kommunikation
- Mittelstand - E-Business by dirk hansen
Wie kann insbesondere der Mittelstand von E-Business profitieren?
Die Chancen für den Neuen Mittelstand ergeben sich beispielsweise, wenn sich dieser intensiv
mit den Anforderungen der A- und B-Kunden auseinandersetzt.
Ich bezeichne E-Business auch als Disruptive Technology, da es eine völlig
neue Gestaltung starrer Geschäfts- und Wettbewerbsregeln ermöglicht, die in der
Vergangenheit häufig radikale Veränderungen in Organisationen verhindert haben.
E-Business trat vor zwei bis drei Jahren ganz unerwartet auf und wird die
bestehenden Marktregeln in den nächsten zwei bis drei Jahren durch überlegene Technik,
besseres Marketing oder günstigere Preise grundlegend verändern.
Als Beispiel sei die Bestellung eines A-Kunden genannt, die früher per
Brief übermittelt wurde. Zur Beschleunigung des Prozesses intensivierte man die Übertragung
per Fax.
Mittlerweile wird das Fax sukzessive von der E-Mail abgelöst. Zukünftig
wird sich der Trend verstärken, über das Internet den Lagerbestand des Kunden –
beispielsweise über einen Rahmenvertrag – zu steuern.
Man nennt das Vendor Managed Inventory.
Zudem beschreibt E-Business einen globalen Trend mit lokaler Ausprägung
und Erfolgsrezepten. Das heißt, dass auch für den Neuen Mittelstand in Deutschland
internationale Geschäftsmodelle den nationalen Verhältnissen anzupassen sind.
Deshalb ist der Einstieg ins E-Business für die meisten Mittelständler
auch keine Frage des Wollens mehr.
Die Großkunden mittelständischer Unternehmen leiden ebenfalls unter
Kostendruck.
Dadurch nimmt auch der Wettbewerbsdruck unter den Mittelständlern weiter
zu. Auch im E-Business gilt der Leitspruch:
Wer am Einkauf spart, braucht am Verkauf nicht zu verdienen.
Wie sieht ein E-Business-Beratungskonzept für den Mittelstand aus?
Meine Methodik orientiert sich einerseits am aktuellen Geschäftsmodell und andererseits an
den geplanten Vorhaben in den kommenden zwei bis vier Jahren. Die Anforderungen und
Gegebenheiten des einzelnen Kunden stehen dabei im Mittelpunkt.
Ich verdeutliche Ihnen am besten an einem Beispiel, wie unterschiedlich
die Voraussetzungen und damit die Anforderungen der Kunden sein können:
EinKunde ist ein mittelständischer Zulieferer in der Automobilbranche. Die
Großkonzerne diktieren mehr oder weniger die Zulieferbedingungen. Darunter fallen auch die
internetbasierten Prozessautomatisierungen, die unter dem Begriff Collaborative Commerce –
also der elektronischen Kommunikation zwischen Unternehmen – bekannt sind.
Die Produktlebenszyklen sind in dieser Branche relativ kurz und bedürfen
einer schnellen und produktiven Interaktion zwischen den Handelspartnern.
Ein anderer mittelständischer Kunde produziert hochwertige Batteriebecher
und hat sowohl zu seinen Lieferanten als auch zu seinen Kunden mehrjährige
Vertragsbeziehungen. In einem derartigen Kontext stellen sich die Anforderungen an
Internet-Transaktionen völlig anders dar.
Mit Hilfe meiner angedachten Methodik werden individuelle Lösungsansätze
gewährleistet und damit eine hohe Qualität. .
Für den technischen Bereich sind im Rahmen der IT-Strategie eine weitere Vorgehensweise
entwickelt worden, welche die Besonderheiten der Technologie berücksichtigt. Während die
Geschäftsfeldstrategie die grobe Ausrichtung und Handlungsoptionen sowie die Kernprozesse
beschreibt und bewertet, beziehen ich mich im Rahmen der technischen Unterstützung im
Wesentlichen auf IT-Architektur- und Software-Aspekte.
Eine der größten Herausforderungen stellt sich im Rahmen der
Investitionssicherheit. Deshalb wurde unter anderem analysiert – auch im Hinblick auf
E-Business –
die fünf Dimensionen:
- Strategie,
- IT-Leistungen,
- Technologie-Infrastruktur,
- Personal und
- Anwendungssysteme.
Aus der Bewertung lassen sich die Handlungsoptionen ableiten und
priorisieren. Unsere Methodik ermöglicht dabei eine
Synchronisation mit der Geschäftsstrategie und stellt damit sicher, dass –
vereinfacht gesprochen – nur das angeschafft beziehungsweise erneuert wird, was in den
nächsten Jahren für das Geschäft auch wirklich benötigt wird.
Mit welchen Partnern treten Sie im E-Business-Bereich auf?
Wie die Wirtschaftsprüfung so kann auch die prüfungsnahe Beratung ihre Partner frei
auswählen. So erarbeitete ich beispielsweise im Rahmen von Software-Auswahl-Projekten für
Portal-Software, Content Management- oder E-Procurement-Systemen Empfehlungen, die auf den
jeweiligen Kundenanforderungen basieren.
Hat der Kunde dann nach Prüfung der Referenzen eine Auswahl getroffen,
sind bereits mehrfach im Rahmen der Software-Einführung das Projektmanagement und die
fachliche Moderation übernommen. Auf Grund der relativ hohen Zahl der Anbietern von
Branchensoftware fällt es schwer, konkrete Namen zu nennen.
Eine Reihe von Anbietern sind auch nur geografisch begrenzt tätig, so dass
ein Kunde in Berlin gegebenenfalls eine andere Entscheidung fällt als der Kunde in
Stuttgart....!
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