Mittlerweile stehen zahlreiche kostenlose Virenscanner und Sicherheitsprüfprogramme im Internet zur Verfügung.

Wir stellen Ihnen die zuverlässigsten Sicherheitstools vor und erläutern Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Online-Virenscanner bieten eine schnelle und einfache Möglichkeit, aktuelle Viren zu finden und zu entfernen. Sie bieten jedoch keinen „Echtzeit-Schutz" vor Viren, weil sie nicht kontinuierlich die Festplatte überprüfen. Deshalb müssen Sie den Scan stets per Hand starten. Online-Scanner ersetzen damit kein bestehendes Auto-Protection-System!

Funktionsweise von Online-Virenscannern

Online-Virenscanner werden in Form eines ActiveX-Plugins gestartet.

fp ActiveX-Plugins sind kleine Programme, die im Browser geladen und im Kontext des Benutzers ausgeführt werden. Die Programme haben damit Zugriff auf das Dateisystem und auf wichtige Systemressourcen. Aufgrund dieser weitreichenden Rechte sind ActiveX-Plugins im Inter­net Explorer häufig deaktiviert. Signierte Plugins prominenter Virens­canner-Anbieter sind prinzipiell vertrauenswürdig.

Um nun das Active-X-Plugin eines Online-Virenscanners zu verwenden, müssen Sie die Sicherheitszonen des Internet Explorers anpassen. Kli­cken Sie im Internet Explorer zunächst auf „Extras" -> „Optionen" -> „Sicherheit". Klicken Sie hier auf „Stufe anpassen" für die Zone „In­ternet". Wählen Sie die Optionen:

«^ „ActiveX-Steuerelemente und -Plugins ausführen":

Eingabeaufforderung

III' „Download von signierten ActiveX-Steuerelementen":

Eingabeaufforderung

Es erscheint nun eine Eingabeaufforderung, sobald ein ActiveX-Steuer-element ausgeführt werden soll. Beim Laden eines Scanners bestätigen Sie diese Eingabeaufforderung mit „Ja". Beachten Sie: Nachdem Sie den Scan abgeschlossen haben, sollten Sie die ActiveX-Steuerelemente wie­der deaktivieren (Option: „Deaktivieren").

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie außerdem die heruntergela­denen ActiveX-Plugins von der Festplatte löschen. Klicken Sie dazu auf „Extras" -> „Optionen"-> (Temporäre Internetdateien)
„Einstellungen" -> „Objekte an- ==="anzeigen". Löschen Sie hier die entsprechenden Dateien der Scanner.

Bitdefender: gründlicher Virenscanner (1)

Sobald Bitdefender gestartet wird, werden aktuelle Virende­finitionen auf Ihren PC geladen. Dies braucht je nach Internetver­bindung 3 bis 8 Minuten Zeit.

In der darauf folgenden Haupt­ansicht können Sie dann die zu scannenden Objekte wählen. Hierbei können Sie zwischen ganzen Partitionen oder einzel­nen Verzeichnissen wählen.

Anschließend sollten Sie folgende wichtige Optionen am linken Rand
aktivieren:                                                     Fortsetzung rechte SpalteFortsetzung von linker Spalte:

^'„Speicher prüfen": Als einer von wenigen Online-Scannern bietet Bitdefender auch die Option, den Arbeitsspeicher zu scannen. Wäh­len Sie unbedingt diese Option, damit Sie auch Viren finden, die sich möglicherweise im Arbeitsspeicher festgesetzt haben.

•$j[ „Archive prüfen": Aktivieren Sie diese Option, damit auch Viren innerhalb von gepackten Zip-Dateien identifiziert werden können.

aäf' „Bootsektor prüfen": Mit dieser Option werden gefährliche Viren im Bootsektor gesucht. Auch diese Option sollten Sie unbedingt aktivieren.

Mit „Start Scan" starten Sie den Vorgang. In unserem Test dauerte ein Scan von rund 250.000 Dateien stolze 70 Minuten. Dabei wurden unsere Testviren erkannt und erfolgreich beseitigt.

Panda ActiveScan: schneller Virenscan

ActiveScan - englisch - http://www.pandasoflware.com/activescan/ Besonderheit: schneller Scan,  automatische Säuberung,  verdächtige Dateien finden (Heurestic)

ActiveScan bietet nicht so umfangreiche Einstellungen wie Bitdefender: Zwar können einzelne Verzeichnisse, E-Mails oder Partitionen durch­sucht werden, doch ein Scan des Arbeitsspeichers oder Bootsektors ist nicht möglich. Dafür legt ActiveScan ein hohes Tempo vor. In unserem Test scannte es die Dateien schneller als Bitdefender und fand auch alle Testviren.

Mittels der Option „Detect unknown Virus" werden auch verdächtige Dateien gesucht, die zwar keiner Virendefinition entsprechen, aber typi­sche Merkmale eines Virus aufweisen. Sie sollten diese Option aktivie­ren, jedoch gleichzeitig „Disinfect automatically" deaktivieren. So wer­den nicht versehentlich falsche Dateien gelöscht. Die infizierten Dateien sollten Sie dann per Hand löschen.

Beachten Sie: In unserem Test auf einem Windows-2000-System stürzte der Scanner häufiger ab. Scheinbar läuft das Plugin noch nicht unter allen Windows-Versionen stabil.

Alternative DrWeb: einzelne Dateien prüfen

DrWeb - deutsch - http://www.virustest.de

Besonderheit: sehr aktuelle Virendefinition, scannt auch Zip-Archive,

Dateien bis maximal l MB

Einzelne Dateien können Sie mit so genannten Online-File-Scannern schnell und unkompli­ziert prüfen. Hier laden Sie eine einzelne Datei temporär auf den Server des Virenscan-Anbieters, der die Datei dann für Sie prüft. Ein ActiveX-Plugin ist hier nicht notwendig. Der Upload der Datei erfolgt bequem per Formular auf der Internetseite. Klicken Sie auf „Durchsuchen" und wählen Sie die zu prüfende Datei aus. Mit „upLoad" wird der Vorgang gestartet.

Beachten Sie: Die Übertragung der Dateien zum Server erfolgt ohne Ver­schlüsselung. Sie sollten also keinesfalls sensible Dateien übertragen.

Tipp der Redaktion: Wenn Sie mehrere Dateien prüfen möchten, fassen Sie die Dateien in einem Zip-Archiv zusammen und laden das Zip-Archiv hoch.