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Computerboesewichte greifen an...!


Computerboesewichte greifen immer oefter in Etappen an: Da werden beispielsweise zunaechst kleine Spionageprogramme unauffaellig in Software versteckt, die aus dem Internet herunter geladen werden kann.
Spione oder Trojanische Pferde erschnueffeln dann vertrauliche Infos wie etwa Bankpasswoerter oder Codes - und dann schlagen die Kriminellen zu. Kein Wunder, dass im Kampf gegen solche mehrstufigen Angriffe auch die Tipps fuer sicheres Verhalten vielfaeltiger werden. Manchmal muessen wir in unserem Newsletter etwas weiter ausholen, um die verschlungenen Wege der Hacker und Betrueger aufzudecken.

 

Spannende Lektuere und sichere Stunden im globalen Netz wuenscht Ihnen
Ihr  KCC Team     krefeldercomputerclub.de

Die Themen dieses Newsletters:
1. Schlechte Nachrichten: Sicherheitsluecken in Instant Messaging System ICQ entdeckt
2. Unter fremdem Kommando: Trojanisches Pferd nutzt Sicherheitsluecke in MS-Office
3. Spiel mit der Eitelkeit: Wurm verbreitet sich ueber MSN-Messenger
4. Nicht weiterleiten! : Vorsicht bei E-Mails zum Jahrestag des 11. September
5. Bildstoerung: Trojanisches Pferd tarnt sich als Video-Software
6. Gefaehrliche Hypnose: Spam-Versand mit neuem Trick
7. Mobiler Kombiangriff: Wurm attackiert Handys und Rechner
8. Unerwuenschtes Publikum: Microsoft schliesst Luecken am Patchday
9. Sicheres Spiel: Leck in Flash-Player von Adobe wird gestopft
10. Schnell installieren: Neue QuickTime-Version schliesst
Sicherheitsluecken

11. Tuer zu!: AOL schliesst Luecke in Zugangssoftware
12. Wer andern eine Grube graebt: Ex-Hacker wird selbst Opfer von Online-Angriff

1. STOERENFRIEDE: Sicherheitsluecken in Instant Messaging System ICQ  entdeckt

Schlechte Nachrichten
Das Bundesamt fuer Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor
mehreren Schwachstellen in den Produkten von ICQ. Betroffen sind die
Version 2003b von ICQ Pro und die ICQ Toolbar Version 1.3 fuer den
Internet Explorer. Die Sicherheitsluecken koennen von Angreifern
ausgenutzt werden, um Schadcode auf Rechner zu schleusen oder
Konfigurationseinstellungen zu aendern. Das BSI raet Nutzern von ICQ Pro
2003b dringend dazu, auf die aktuelle Version 5.1 umzusteigen. Sie steht
bei ICQ [ http://download.icq.com/download/ ] zum Download bereit.
Nutzer der Toolbar 1.3 sollten diese deinstallieren und die in ICQ 5.1
integrierte aeltere Version 1.2 der Toolbar installieren.

2. STOERENFRIEDE: Trojanisches Pferd nutzt Sicherheitsluecke in MS-Office

Unter fremdem Kommando
Wie das Sicherheitsunternehmen Symantec [ http://www.symantec.de ]
berichtet, ist ein neues Trojanisches Pferd im Netz unterwegs, das sich
ueber eine Sicherheitsluecke in MS-Office verbreitet. Oeffnet ein Nutzer
ein infiziertes Word-Dokument, installiert sich "Trojan.Mdropper.Q" auf
dem Rechner. Danach laedt er einen weiteren Schaedling auf den Computer.
Nutzer sollten generell keine E-Mail-Anhaenge aus unbekannter Quelle
oeffnen und vorsichtig sein, auch wenn die E-Mail von einem vermeintlich
bekannten Absender stammt. Mehr Infos zum Thema Trojanische Pferde gibt
es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter
http://www.bsi-fuer-buerger.de/viren/04_04.htm.

3. STOERENFRIEDE: Wurm verbreitet sich ueber MSN-Messenger

Spiel mit der Eitelkeit
Instant-Messenger sind praktisch und schnell - aber sie sind auch eine
Quelle fuer Infektionen mit Viren und Wuermern. Wie heise-online [
http://www.heise.de ] berichtet, verbreitet sich derzeit der Wurm
"Braban" ueber den MSN-Messenger. Der Schaedling versendet Nachrichten
mit einem Link an MSN-Kontaktadressen, unter dem sich angeblich ein Foto
des Empfaengers befinden soll. Wird der Link angeklickt, installiert
sich der Wurm auf dem Rechner. Welchen Schaden "Braban" konkret
anrichtet, ist noch unklar. Das BSI raet jedoch in jedem Fall dazu,
keinesfalls Links in Nachrichten von unbekannten Absendern anzuklicken.

4. STOERENFRIEDE: Vorsicht bei E-Mails zum Jahrestag des 11. September

Nicht weiterleiten!
Grossereignisse wie etwa Naturkatastrophen oder Terroranschlaege werden
mit unangenehmer Regelmaessigkeit von Computerboesewichten fuer ihre
Zwecke missbraucht. Der Anschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001
bildete hier keine Ausnahme - eine grosse Menge an E-Mail-Nachrichten
ueberschwemmte elektronische Postfaecher weltweit mit wilden
Verschwoerungstheorien, Fotomontagen oder gefaelschten Petitionen. Auch
rund um den fuenften Jahrestag des Terroranschlags ist damit zu rechnen,
dass derartige Nachrichten wieder auftauchen. Allerdings haben diese
Mails im Gegensatz zu den Hoaxes des Jahres 2001 heutzutage oft
gefaehrliche Computerschaedlinge im Schlepptau - etwa Trojanische
Pferde. Unsere generelle Empfehlung: Loeschen Sie Mails, die Ihnen
angeblich sensationelle Neuigkeiten bieten oder Sie fuer E-Petitionen
werben wollen, am besten sofort und leiten Sie diese keinesfalls weiter.
Ueber Hoaxes koennen Sie sich naeher auf unsere Webseite
BSI-FUER-BUERGER [ http://www.bsi-fuer-buerger.de/viren/04_09.htm ]
informieren.

5. STOERENFRIEDE: Trojanisches Pferd tarnt sich als Video-Software

Manchmal sind die Dinge nicht so wie sie scheinen. Dies ist auch bei
dem vermeintlichen Multimedia Compressor "zCodec" der Fall. Das Programm
soll angeblich die Bild- und Tonqualitaet von Video- und Audio-Dateien
verbessern. Stattdessen handelt es sich bei der Software um ein
Trojanisches Pferd, das private Daten von Nutzern ausspioniert und
weitere Schaedlinge auf den Rechner laedt. Das BSI warnt davor, das
Programm zu installieren.

6. STOERENFRIEDE: Spam-Versand mit neuem Trick

Eine besonders dreiste Methode, um Internetnutzern das Geld aus der
Tasche zu ziehen, hat das Virenschutzunternehmen Panda Software [
http://www.panda-software.de ] entdeckt. Spam-Versender bieten in ihren
E-Mails Aktien zum Kauf an. Gleichzeitig werden fuer den Bruchteil einer
Sekunde Bilder mit dem Wort "buy" ("kaufen") eingeblendet, die der Leser
aber nicht bewusst wahrnimmt. Unterbewusst jedoch koennte sich der
Empfaenger zum Kauf animiert fuehlen. Mehr Beispiele zum Thema "fiese
Betruegereien" finden Sie im aktuellen BSI-Brennpunkt [
http://www.bsi-fuer-buerger.de/ ].

7. STOERENFRIEDE: Wurm attackiert Handys und Rechner

Wie das Virenschutzunternehmen F-Secure [ http://www.f-secure.de ]
berichtet, greifen derzeit zwei Schaedlinge im "Doppelpack" sowohl
Symbian-Smartphones als auch Windows-Rechner an. Das Trojanische Pferd
"Cardtrap.AK" legt auf dem befallenen Handy verschiedene Funktionen lahm
und kopiert den Wurm "Mobler" in verwendete Speicherkarten. Wird die
verseuchte Speicherkarte dann an einen Rechner angeschlossen, kopiert
sich der Schaedling auf die Festplatte und auf alle mobilen
Speichermedien. Auf dem Rechner deaktiviert er verschiedene Anwendungen
und Programme. Mehr Infos zum Thema Handy-Sicherheit gibt es auf unserer
BSI-FUER-BUERGER-Seite [
http://www.bsi-fuer-buerger.de/handy/handytipps.htm ].


8. SCHUTZMASSNAHMEN: Microsoft schliesst Luecken am Patchday

Am traditionellen monatlichen Patchday hat Microsoft im September drei
Luecken geschlossen. Zwei davon befinden sich im Betriebssystem Windows
und auch im  Publisher, eine Komponente von Office, mit der
beispielsweise Webseiten erstellt werden koennen. Ueber manipulierte
Publisher-Dateien koennen schaedliche Programmcodes eingeschleust
werden, die Angreifern den Zugriff auf fremde Computer ermoeglichen.
Darueber hinaus liefert Microsoft auch noch verbesserte Versionen
frueherer Patches, die unter anderem den Internet Explorer betreffen.
Das BSI raet zur umgehenden Installation der Patches. Falls Sie den
automatischen Update-Service von Microsoft nicht nutzen, koennen Sie die
Aktualisierungen von der Microsoft-Webseite [
http://www.microsoft.com/germany/athome/security/update/bulletins/200909.mspx
] herunter laden.

9. SCHUTZMASSNAHMEN: Leck in Flash-Player von Adobe wird gestopft

Sicheres Spiel
Adobe schliesst in seinem Flash-Player eine Sicherheitsluecke. Diese
ermoeglicht es Computerboesewichten naemlich, mithilfe von manipulierten
SWF-Dateien Programmcode auf fremde Computer einzuschleusen. Diese
Dateien koennen beispielsweise in Webseiten eingebettet sein oder per
E-Mail verschickt werden. Betroffen sind alle Versionen des Programms.
Die Softwareaktualisierungen, mit denen das Loch geschlossen werden kann
stehen auf der
Adobe-Webseite [ http://www.adobe.com/support/flash/downloads.html ]
zum Download bereit. Uebrigens: Microsoft liefert den Flash Player mit
den Betriebssystemen Windows 98, 98 SE, ME und XP automatisch aus. Auch
Microsoft empfiehlt daher ein Update des Players durchzufuehren.

10. SCHUTZMASSNAHMEN: Neue QuickTime-Version schliesst Sicherheitsluecken

Schnell installieren
QuickTime, der Mediaplayer von Apple, weist eine Reihe von
Sicherheitsluecken auf, welche in der neuen Version 7.1.3 geschlossen
wurden. Angreifer koennen die Schwachstellen ausnutzen, um schaedlichen
Programmcode auf PCs einzuschleusen. Nutzer von QuickTime sollten die
aktuelle Version schnell von der Apple-Webseite [
http://www.apple.com/support/downloads/quickti
me713.html ] herunterladen und installieren.

11. SCHUTZMASSNAHMEN: AOL schliesst Luecke in Zugangssoftware

Die Zugangssoftware von AOL weist Sicherheitsluecken auf, durch die
Angreifer schadhaften Code auf einen PC laden koennen. Betroffen sind
alle AOL-Version vor der aktualisierten Version 9. Der Fehler war
ebenfalls im Internet Explorer zu finden, allerdings hat Microsoft die
Schwachstelle bereits zum Patchday im Juni geschlossen. Nun stellt auch
AOL seine Zugangssoftware in der aktualisierten Version 9 zur Behebung
der Schwachstelle bereit. Bei der Anmeldung soll diese automatisch
heruntergeladen und installiert werden. Nutzern aelterer
AOL-Zugangssoftware wird dringend der Umstieg auf die aktuellste Version
9 empfohlen.

12. PRISMA: Ex-Hacker wird selbst Opfer von Online-Angriff

Wer andern eine Grube graebt
Selbst ehemalige Hacker sind vor Angriffen von Cyberkriminellen nicht
sicher. Dieses musste nun auch Kevin Mitnick, einer der bekanntesten
Hacker der Computergeschichte, am eigenen Leib erfahren. Angreifer
verunstalteten seinen Internetauftritt mit vulgaeren Kommentaren und
modifizierten Bildern. Die Angreifer hatten die Kontrolle ueber den
Server, auf dem die Internetseiten von Mitnick liegen, uebernommen.
Somit konnten sie sich direkten Zugriff auf den Webauftritt verschaffen.
Mehr Infos ueber Kevin Mitnick und seine eigene Hacker-Vergangenheit
gibt es derzeit in unserem aktuellen Brennpunkt [
http://www.bsi-fuer-buerger.de/ ] ueber legendaere Internet-Boesewichte.
 

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