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Welcher Trend kommt in den nächsten Jahren?

Wie verändert sich die Gesellschaft?

by dirk hansen

Inhaltsverzeichnis:

  Glokalisierung

(Lokalismus  +  Globalisierung       =  Glokalisierung) 

Der regionale Bezug des Menschen steigt zu seiner Region. Immer wichtiger werden ihm sein Stadtviertel, das Dorf, die Straße,  während nationale Identitäten zunehmend verblassen. Gleichzeitig steigt auch der globale Bezug der Menschen: Durch immer mehr Reisen und die globale Kultur amerikanischer Prägung ist man überall auf der Welt zu Hause.

  Glokalisierung benennt eine Synthese aus globalen und lokalen Trends. Der Mensch des 21. Jahrhunderts wird ein Glokalist sein. Er wird mehr denn je wissen, wo seine Heimat ist, aber dennoch weltoffen sein.

  Gleichzeitig beginnen die Regionen einen. Neuen Standort-Wettbewerb in dem die alten Grenzen der Nationalstaaten unterwande rt  werden Lokal handeln, global denken ‑ diese alte Parole der Ökologiebewegung wird jenseits der Jahrtausendwende zur Chiffre der neuen Ordnung.

  Glokalisierung bedeutet: Ich bin Altonaer, dann Hamburger, dann Deutscher‑, bald vielleicht Europäer und natürlich Erdenbürger. Und ich will all das in einer Identität leben.

  Glokalisierung ist  eine wichtige Strategie multinationaler Konzerne, die ihre Produkte in den einzelnen Ländern zunehmend regional ausdifferenzieren.

  Glokalisierung spielt zunehmend eine Rolle in den. Medien' Die kommunale Bedeutung des Internets wächst, überall boomen lokale Print medien .

 

High Touch

Die neuen Human‑Dienstleistungen

Dienstleistungen werden in den nächsten Jahren einen nie gekannten Boom erleben ‑ und sich dabei verfeinern. Der Begriff High Tech ist inzwischen wohlbekannt. High Touch markiert eine Weiterentwicklung: In Zukunft wird nicht mehr in erster Linie die Technik über den Erfolg eines Unternehmen entscheiden, sondern die Frage, wie nah, intelligent und intensiv sie den Kontakt zu ihren Kunden gestalten können -   und zu ihren eigenen Mitarbeitern.

  Immer mehr Hersteller von "Hardware" entwickeln sich zu System-Anbietern mit ausgeklügelten Dienstleistungs‑Konzepten. Full Ser vice‑Konzepte mit Reparatur- und Rückgabegarantien setzen sich auf breiter Front durch.

  Die wachsende Lebenserwartung erzeugt eine verstärkte Nachfrage nach Pflege, Zuwendung und Hilfe im Alter sowie nach gesundheitlichen Dienstleistungen.

  Die Deregulierung der Arbeit und die wachsende Erwerbstätigkeit der Frauen erzeugen eine massive Nachfrage nach grundlegenden Tätigkeiten: haushälterische Dienstleistungen, Professionelle Handwerker-Services, Kinderbetreuung etc.

  Psychologische Dienstleistungen werden Massengut. Verhaltenstherapien und Empowerment-Seminare setzen sich auch beim Normalbürger durch. Ein breites Spektrum von Beratungsangeboten im Rahmen der Firmenkulturen erzeugt eine Kultur der permanenten Selbstverbesserung.  

Hochspezialisierte, persönliche Dienstleistungen boomen: Wohlhabende werden sich bald einen Life Consultant oder Daily Coach leisten, der sie in allen Lebensdingen rund um die Uh r berät

 

Individualisierung

Das Ich als wahres Zentrum der Gesellschaft

Vom Wir zum Ich lautet die Devise aller modernen Gesellschaften. Individualisierung ist vielleicht die mächtigste Kraft, die unsere Gesellschaft umformt. Sie speist sich aus vielen kulturellen, geistigen und ökonomischen Quellen.

Aspekte der Individualisierung:

  Das unaufhörliche Ansteigen von Single-Haushalten durch höhere Scheidungsraten, längere Ausbildungszeiten und spätere Lebens‑Bin­dungen bedingt einen starken Individualisierungsprozeß in der Gesellschaft.

  Statt vorgegebener Lebensläufe ("Du sollst einmal Beamter werden") reklamieren immer mehr Menschen ein eigenes und eigensinniges Leben für sich selbst. Es entstehen selbstgestaltete Lebensbiographien, die mobiler und unruhiger sind als zuvor.

  Zur Individualisierung gehört auch, daß die Zuordnung von Verhaltensmustern zu Generationen sich langsam aufl öst. Eine "Neue Alters unordnung" entsteht, eine Kultur der zweiten Chancen. Die zweite Ehe mit 50, eine zweite Berufskarriere, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, 70jährige verhalten sich wie Pubertierende, und 20jährige wirken wie frühverrentet.  

Auch unsere Arbeitswelt individualisiert sich zunehmend. Die Vorherrschaft der nine-to-five-Jobs verschwindet allmählich (vergl. New Work). Arbeitsbiographien werden immer individueller. Der Lebens unternehmer entsteht.

 

Globalisierung

Das Zeitalter der globalen Märkte hat begonnen.

  Unter dem Modebegriff Globalisierung verstehen wir das Zusammenwachsen der Weit zu einem einzigen Wirtschaftsraum, in. dem sich Kulturen, Güter, Ideen frei bewegen können. Globalisierung heißt auch, daß Nationen, die sich früher feindselig gegenüberstanden, heute in ein Netz wirtschaftlicher Gegenseitigkeiten eingebunden sind. Globalisierung garantiert den export-orientierten Nationen Mitteleuropas das wirtschaftliche Überleben, denn die Binnenmärkte sind gesättigt.

  Die Globalisierung hat, obwohl sie weitgehend als Bedrohung wahrge nommen wird, segensreiche Auswirkungen auf die Wirtschaft: In den letzten 25 Jahren wurden in den OECD‑Ländern 110 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, in fast allen Ländern ist die Erwerbsquote in dieser Zeit kräftig gestiegen. Sie erhöht aber auch im starken Maße die Konkurrenz, weil neue Global Player auf die Inlandsmärkte drängen. Damit zwingt sie Firmen und Branchen zu Produktivitätssteigerungen und neuen Pro duktideen.

  In der kontroversen Diskussion um die Globalisierung wird oft die kulturelle Komponente dieses epochalen Mega-Trends vergessen. Glo balisierung bedeutet, daß wir zunehmend in einer Welt leben, in der Fusionsstile (vergl. Fusion) unsere Identität bestimmen: Nationale Ideen, Traditionen und Stile in vielfältigen Bereichen ‑ von der Ernährung über Kleidung und Musik bis hin zu Firmenkulturen ‑ fusionieren zu einer Welt‑Kultur, in der Vielfalt statt Einfalt herrschen.

Glauben light

Die Spiritualisierung der Gesellschaft

  Glauben light ist in Gesellschaften mit christlichem Hintergrund ein großer soziokultureller Trend. Die Religiosität wandert aus den Kirchen in den "Supermarkt des Glaubens". Alles wird magisch, heilig und sakral. Hexensabbat und Kräuterkunde, magische Zeichen und UFOs, Wunderheiler und Wünschelrutengänger, Engel und Geistwesen, Mondzyklen und Sonnenzeichen bestimmen das Bild der scheinbar aufgeklärten Zivilisation.

  Delphine, Planeten, Fraktale, Astrologie, Tarot und Metaphysik begründen einen neuen Aberglauben gegen die. rationalistischen Weltbilder. Spirituelle Welt‑Beseelung verwandelt Edelsteine, Bäume, Dinge in lebendige Wesen. Gleichzeitig werden östliche Elemente in die religiösen Weltbilder integriert. Der Westen wird rot: Buddhismus und Taoismus wirken wie Balsam für das überblähte Ego.

  Die Spiritualisierung hat ihren demographischen Kern bei den Frauen zwischen 30 und 60, findet sich aber vor allem in seinen ironischen Brechungen (Religiöser Kitsch) auch in den Jugendkulturen und in allen anderen Bevölkerungsschichten wieder.

  Der Trend Glauben light wird sich ‑ verstärkt durch die millenaristischen Strömungen der nächsten Zeit ‑ massiv ausweiten und dürfte um die Jahr tausendwende herum seinen Zenit erleben.

 

Informations-Ökotogie

Wissens‑Management im Zeitalter der Informationsüberflutung. 

Information ist der Rohstoff unserer Zeit. Aber immer mehr wird deutlich, daß Information ebensolche Umweltprobleme" erzeugt wie.. materieller Rohstoff. Datenmüll, Info‑Smog, Informationsüberlastung und Verschwendung von Informations‑Ressourcen führen zu Produktivitätsverlust und kulturellem Unbehagen.

  Der Trend Informations‑Ökologie versucht, Informationen an sinnvolle, organische Strome zu binden. In Firmen und im Privaten, aber auch in der Wissenschaft wird Wissensmanagement zum entscheidenden Faktor der Zukunft.

  Informations-Ökologie in Unternehmen erfordert die Definition folgender Bereiche:

  Informationsstrategie. Hier muß zunächst die Grundfrage beantwortet werden: Was wollen wir mit Informationen in unserer Organisation anfangen?

  Informationspolitik. Soll es eher eine feudale Informationsstruktur werden oder eine egalitäre? Wie verhält sich das Unternehmen zu anderen Unternehmen? Sollen Informationskooperationen eingegangen werden?

  Informationskultur. Hier geht es um. die Implementierung bestimmter Grundregeln, die für alle Mitarbeiter verbindlich gemacht werden ("Kunden, die sich beschweren, bekommen sofort eine Informations prioritä t oder "Wir gewöhnen uns an, alle Informationen der Marktforschung sofort dem Innovationsteam in folgendem Format zugäng lich zu machen").

  Informationspersonal. Besonders für Informationen gilt. Die besten Kategorisierer, Filterer und Interpreten sind Menschen. Wer übernimmt welche Informationsagenten‑Funktionen im Unternehmen ?  

Informationsablauf. Legt detailliert fest, wie der Informationsstrom im Unternehmen laufen soll. Von A zu B über C etc.

  Informationsarchitektur: Definiert die Meta‑Struktur der Informationen, mit Berücksichtigung der Firmenvisionen: Welchen Pool möchte man in ein, zwei Jahren aufgebaut haben?

Lebenslanges Lernen

Die neuen Intelligenzen für die Wissensgesellschaft

  Die zentrale Mängelressource der Gegenwart ist die Arbeit. Der zentrale Schlüssel für die Ressourcen der Zukunft ist die Bildung. In den nächsten Jahren wird eine neue Bildungseuphorie entstehen. Die Umverteilungsfrage wird entlang des Wissens neu gestellt.

  Neues Lernen heißt, daß unser Bildungssystem einer grundlegenden Revision unterzogen wird ‑ und daß sich unsere kulturellen Vorstellungen vom Lernen verändern. Nicht mehr die lineare Wissensvermittlung, das abfragbare Wissensergebnis, steht in der netten Wissenskultur im Vordergrund, sondern neue Charakter‑Intelligenzen, die den  einzelnen zum permanenten Lernen befähige n.

  Neue Bildung wird so zum Kernwert einer individualistischen, globali sierten Informationsgesellschaft, aber auch zum psychologischen Schlüssel eines veränderten Menschenbildes, in dem das Individuum in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wird.

  Folgende Einzelteile. bestimmen die Intelligenzen der Zukunft:

  Emotionale Intelligenz ‑ die Fähigkeit, die eigenen Gefühle, privaten Situationen und persönlichen Leidenschaften in das Berufsleben zu integrieren~

  Kommunikations-Intelligenz die Fähigkeit, sich im Team zu bewegen, Probleme zu lösen, sich verständlich zu machen.

  Informelle Intelligenz ‑ die Fähigkeit, in der steigenden Datenflut die richtigen Informationsquellen ausfindig zu machen .

  Körperliche Intelligenz    die Fähigkeit, den Körper in eine zunehmend entkörperlichte (Arbeits‑) Welt zu integrieren und gesund zu erhalten.

Megatrend Gesundheit

Der kommende Boom der Medizinbranche und die Einheit von Körper, Geist und Seele

  Das Gesundheitswesen ‑ mit all seinen neuen Ausformungen im Bereich Pharmakologie, Reise, Ernährung - wird sich im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends zu einer Art Leitbranche und zum ökonomischen Motor unserer Wirtschaft entwickeln. Es zieht eine Nachfragespirale nach sich: Von den neuen Arzneimitteln über die Gesundheitsorientierung im Reisesektor bis zu den vielfältigen High Touch‑Humandienstleistungen . Der Aspekt Gesundheit steht im Zentrum aller großen Konsumenten‑ und Wertewandel‑Trends. .    

Die neue Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Unsere Kultur wendet sich von der monokausalen Sichtweise von Gesundheit und Medizin ab. Gesundheit entwickelt sich von der "Abwesenheit von Krankheit" zum "Aktiven Lebensstil". Fitness wird nicht mehr nur als physische Angele­genheit gesehen, sondern schließt auch mentale und seelische Bereiche mit ein. Die psychosomatische Medizin in all ihren alten und neuen Formen bzw. Angeboten wird zu einem riesigen Dienstleistungssektor.

  Ernährung und Medizin rücken zusammen. Früher hat man gegessen, um satt zu werden, heute isst man, um gesund zu werden oder zu bleiben. Früher hat man Medizin genommen, wenn man krank war, heute nimmt man Substanzen, Präparate und Additive zu sich, um gesund und fit zu bleiben oder den Alltag besser bewältigen zu können. Dieser Trend wird sich in einem andauernden Boom von Funktional Food (vergl. Security Age) und neuen Heilmitteln fortsetzen.

  Lebensbalance wird zum Kern der Human Ressourcen. Der Sozialforscher Leo A. Nefiodow hat den Begriff der Psychosozialen Gesundheit als neue Kondrafieff‑Welle definiert. Er begründet dies mit einem radikalen Umdenken in den Firmenzentralen: Während in den letzten Jahren Technologie und klassische Rationalisierung zur Steigerung der Produktivität abgeschafft wurden, stellt sich heute die Frage, wie man die "menschli chen Ressourcen" in den Firmen besser nutzen oder zurückgewinnen kann Dies geht nur durch eine neue Aufmerksamkeit auf die Lebens­ balance der Mitarbeiter. Alle großen Firmen bauen derzeit psychologisch orientierte Fitneß‑Angebote für ihre Mitarbeiter auf, von der Krisen‑ und Suchtberatung bis zur Hilfestellungen im Dilemma zwischen Arbeit und Familie .

Die Neue Familie

Von der Versorgerehe zur modernen Netzwerk‑Familie

  Die Auseinandersetzungen um die. Familie nehmen die Form eines Glaubenskrieges an. Um Kinder, Geld, Sex und Rollen wird alltäglich gestrit­ten, die Scheidungsräten steigen weiter. Ist die Familie tatsächlich am Ende? Ist sie light geworden, also ohne jede Verbindlichkeit, ein Kontrakt auf Zeit, mit eingebauter Untreue‑Garantie, wie es die Medien behaupten?

 

Die seriösen Familienforscher argumentieren anders: Die Familie ist der­zeit dabei, sich an die neuen Bedingungen der Globalisierung, der Individualisierung und der Mobilität anzupassen. Sie wandelt sich von der alten Versorgerehe (der Mann verdient das Geld, die Frau kümmert sich um Mann, Haushalt und Kinder) zur multilokalen Mehrgenerationen -Familie.

  Im Zentrum dieser Entwicklung steht ein neuer Konflikt zwischen Mann und Frau.  Eine Generation von hochgebildeten Frauen strömt derzeit überall in der westlichen. Welt auf den Arbeits‑ und Beziehungsmarkt. Diese Neuen Frauen übernehmen nicht mehr die Rolle der traditionellen Hausfrau, sie sind beruflich unabhängig und bemühen sich, Beruf und Familie in. Einklang zu bringen.

  Im Verlauf der komplexeren Abmachungen zwischen Mann und Frau ‑und bedingt durch eine Kultur, in der Scheidungen nicht mehr nur als Schicksalsschläge, sondern auch als neue Chance definiert werden ‑ entwickelt sich die Familie zum postfamiliären Netzwerk. Dabei werden Verbindungen zwischen den Generationen, zwischen Erst‑, Zweit‑ und Dritt­familien unabhängig vom Haushalt geknüpft und über weite Distanzen aufrechterhalten. Blutsverwandtschaft wird durch Freundschaft ergänzt, Bindung mit Distanz kombiniert: Networking nicht nur im Beruf, sondern auch in den privaten Verhältnissen.

Fusion

Unterschiedliche Popkulturen vermischen sich miteinander zu neuen Lebensstilen und Produkten

  Der Begriff Fusion beschreibt die Idee einer Crossover-Kultur, in der die unterschiedlichsten Strömungen und Einflüsse zu neuen Ideen und Produkten zusammengemixt werden. Hochkultur vereinigt sich mit Popkultur, wenn die drei Tenöre, Pavarotti, Domingo und Carreras zusammen in einem Fußballstadion auftreten, ein neuer Schuh von Modedesigner Yoichi Nagasawa sieht aus wie ein Hush Puppie mit Nike Air Max‑Sohle und Bier bildet ‑ vermischt mit Marmelade ‑ einen neuen Brotaufstrich.

  Der Trend ist aus der Sehnsucht der Menschen entstanden, globale Ein­drücke, die durch internationale Medien, auf Reisen oder über das Internet gesammelt und vermittelt werden, in die eigene Lebeinswelt zu integrieren (vergl. Globalisierung). Darüber hinaus ist er eine Absage an lineare und berechenbare Lebensentwürfe. Fusion bedeutet die Freiheit, eine skandinavische Wohnungseinrichtung mit einer Vorliebe für italienische Küche und lateinamerikanische Musik zu kombinieren und immer wieder neu auszugestalten.

 

Fusion zeigt sich auf vielerlei Ebenen:

In der Musik garantiert das Crossover seit Jahren ungewöhnliche Weiterentwicklungen ‑ Klassik vermischt sich mit Hip Hop, Heavy Metal mit Elektrosounds. Neu sind jetzt Mixes aus Musik und Mode: Sony hat eine eigene Modekollektion entwickelt, Tommy Hilfiger ein Plattenlabel ins Leben gerufen.

  Der Fernseher und die Mikrowelle werden zum Eingang ins World Wide Web, die Videokamera befindet sich an der Brille, die TV‑ und Videofernbedienung an der Arrnband.1.Ihn High‑Tech hält Einzug in den Alltag der Menschen.

  In der Lebensmittelindustrie vermischen sich Wurst und Käse, Fruchtsaft und Milch, Cola mit Keksen: Die neuen Fusion‑Prodükte befriedigen mehrere Bedürfnisse auf einmal.

  Michael Schumacher vertreibt T‑Shirts, Jill Sander entwickelt zusammen mit Adidas einen Turnschuh und der Zigarettenkonzern Reemtsma kreiert eine eigene Sportswear‑Kollektion: Mit Hilfe des Fusiontrends durchzieht der Sport neue Lebensbereiche.

   

Der Dritte Weg

Posttraditionelle Politik im 21. Jahrhundert

  Unser Parteiensystem, so wie es heute existiert, ist in den Wirtschafts -Wunderjahren entstanden und bis zum Kalten Krieg und zu den ideolo gischen Zuspitzungen der 70er Jahre weiterentwickelt worden. Aber macht es in der individualisierten, globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts überhaupt noch Sinn? Sind die Metaphern und Chiffren, mit denen sich unsere Parteien definieren, noch realitätstauglich? Ist Liberalität noch eine Partei wert? Kann man mit grünen Inhalten ein komplettes politisches Pro gramm entwickeln? Was bedeutet Sozialdemokratie unter den Bedingungen der Jahrtausendwende und der Globalisierung, was heißt christliche Politik in den Treibsänden der Individualgesellschaft?

  Analog zu diesen Fragen entwickelt sich. Überall in den. westlichen Gesell schaften eine Politik des Dritten Weges. Sie favorisiert ein Gesellschaftsmodell und eine politische Strategie jenseits des alten Dillemmas zwischen Kapitalismus und Sozialismus und formuliert politische Strategien jenseits des Links‑Rechts‑Lagers. Sie versucht den Widerspruch. zwischen Neo liberalismus und Nachfragepolitik zugunsten neuer Mischungen und Kombinationen zu überwinden. Besonders Tony Blair hat in Großbritannien die Debatte um diese neue beidseitige Politik weit vorangetrieben.

  Einige Beispiele:

  Aktive Sozialpolitik (positive Wohlfahrt): Eine Sozialpolitik, die nicht auf Geldumverteilung setzt, sondern diejenigen, die aus dem Arbeitsprozeß herausgefallen sind, empowern, also ermutigen möchte, durch Weiterbildung und konsequente Job‑Beschaffung.

  Teilhabe‑Politik: Immer mehr moderne Unternehmen machen ihre Mitarbeiter zu Teilhabern, indem sie Aktien an sie ausgeben. Damit entwickelt sich eine generell andere, demokratischere Unternehmenskultur. Analog dazu sucht der Dritte Weg nach neuen Formen der Bürgerbeteiligung an kommunalen und regionalen Projekten,

  Flexicurity: Flexibilisierung der Arbeitswelt bei gleichzeitigem Einbau individueller Sicherheitskonzepte.

New Work

Abschied von der Kultur der Arbeitsplätze

  Die Epoche, in der jeder seinen garantierten Arbeitsplatz von der Schule bis zur Pensionierung innehätte, neigt sich dem Ende zu. Mobilität und Nomadentum, Puzzle‑Biographien und neue Kommunikationsformen brechen den. alten nine‑to‑five-Rhythmus auseinander. Wo die einfachen. Jobs, in die Dritte und Vierte Welt abwandern, erhöht sich die Komplexität unserer Arbeitswelt . Die Arbeiter und Angestellten der Zukunft sind meh r und mehr Selbständige, die auf den verschiedensten Ebenen mit den Problemen der Produktivität konfrontiert werden.

Die individuelle Karriere entkoppelt sich von den Hierarchien. Nicht mehr das Aufrücken definiert Einkommen und Position, sondern immer stärker die individuelle Leistungsfähigkeit in den verschie­denen Kontexten.

  Hobbys werden zu Berufen, Berufsbilder wechseln im Laufe eines Arbeitslebens wiederholt, und zwei oder drei Arbeitgeber sind keine Seltenheit mehr. Statt der traditionellen Berufsbezeichnung entstehen Berufs‑Portfolios.

  Ausbildung und Bildung sind lebenslange Prozesse, die keine einfache Normierung mehr zulassen. Emotionale Intelligenz, Charakterbildung, Lern‑ und Teamfähigkeit werden zu zentralen Elementen der Qualifikation.

 

Telearbeit und Arbeits‑Nomadentum ermöglichen neue Lebensstile auf dem Lande. Gebildete Städter ziehen raus aus der Stadt und arbeiten von dort aus.

 

Auf mittlere Sicht wird sich das Potential der Selbständigen stark erhöhen. Viele Menschen bieten ihre Portfolio‑Fähigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt an.

Öko-Optimismus

Von der Untergangsangst zur effektiven Ökologie

  Dieser Trendbegriff handelt von der Umcodierung des Themas Ökologie von einer angstbetonten Apokalypse-Vision zu einer positiv‑optimisti schen Erwartungshaltung.

  Die Öko-Optimismus-Welle räumt zunächst radikal. mit den Untergangsmythen der vergangenen zwei Jahrzehnte auf. Ob Waldsterben oder Energiekrise, Ozon oder Walfang ‑ überall werden heute Zweifel an den vorherrschenden kultur- und naturpessimistischen Untergangstheorien geäußert. Im Zuge dieser Revision erkennt unsere mitteleuropäische Kultur ihre unterschwellige Depression und beendet. die Hegemonie der kritischen Generation von 1968 ff.

  Öko‑Optimismus heißt nicht Abschied von der Okologie, sondern im Gegenteil die endgültige Einbindung des ökologischen Gedankens in den wirtschaftlichen Prozeß. Die Inwertsetzung der Natur, die Anerkennung ökologischer als ökonomische Tatsachen, läßt Ökologie als Standortvor­teil erscheinen ‑ und beendet den alten ideologischen Streite

  Nicht mehr Naturromantik, sondern Prozeßoptimierung

  Nicht mehr Untergangsangst, sondern Transformationslust

Nicht mehr Rückkehr zu vortechnisch‑handwerklichen Produktions­weisen, sondern High‑Tech‑Ökologie mit  ästhetikbetonten Elementen ‑ zum Beispiel in der Solartechnologie

Downshifting

Die Sehnsucht nach der neuen Einfachheit

Das Überangebot an Waren und Informationen erzeugt in der westlichen. Welt eine Sehnsucht nach Vereinfachung des Lebens . Das Gefühl von Reiz -Informationsüberflutung, die alltägliche Erfahrung von Stress und Überforderung in Beruf und Privatleben lösen eine Gegenbewegung aus: immer mehr Menschen entscheiden sich für mehr Zeitsouveränität und nehmen dafür ein geringeres Einkommen in Kauf.

  Diese Idee hat in den USA bereits eine regelrechte Massenbewegung aus den großen Städten hervorgebracht; man schätzt, daß sich dort bereits 5 Prozent der Bevölkerung um eine Vereinfachung ihres Lebens bemühen. Im Unterschied zur Aussteigerwelle in den 70er Jahren geht es beim Downshifting aber nicht um ideologische Konzepte oder Genußverzicht, sondern um das genaue Gegenteil . Weniger Konsum und weniger Streß werden angestrebt, um Genuß und Lebensqualität wiederzuentdecken. Downshifting ist deshalb vor allem bei den gutverdienenden und gebildeten Mittelschichten von Bedeutung.

   

Aspekte des Downshifting-Trends:

  Seelisch-körperliche Entspannung wird zum großen Thema der All tagskultur. Wellness entwickelt sich zum Mega‑Trend .

  Luxese verändert unsere Vorstellungen von Luxus und Genuß: Selbstbestimmte Askese wird zum wahren Luxus.

  Schlichtheit wird in edel und schön umdefiniert und neu empfunden.

Weglassen ist eine Kunst mit Kultcharakter ‑ der Purismus dominiert die Stil‑Trends. Kurzlebige Konsumgüter werden mehr und mehr als nutzlose Gimmicks empfunden.

Security Age

Die Werte-Sicherheit und Geborgenheit werden immer bedeutsamer

Je komplexer die Welt wird, je mehr Möglichkeiten wir haben, unser Leben zu gestalten und uns zu informieren, desto unsicherer werden wir. Denn der Mensch ist als einziges Lebewesen mit der Fähigkeit a usgestattet, sich Dinge auszumalen, Gehörtes und Gesehenes auf das eigene Leben zu übertragen. Dementsprechend werden viele Menschen von "modernen Ängsten"..geplagt. Sie fürchten sich vor Ernährungsfehlern., Falten, UV-Strahlen, Überfällen, Armut oder ganz allgemein vor der Zukunft.

  Die Medien schüren diese Angstszenarien: Verbrechen und Gewalt scheinen an der Tagesordnung zu sein und explosionsartig zuzunehmen, obwohl sie in Wahrheit nur in ganz bestimmten Bereichen ‑ wie beispielsweise der Betrugskriminalität ‑ ansteigen. Und die Jahrtausendwende potenziert diese Ängste noch. Als Reaktion darauf sehnen sich die Menschen immer stärker nach Sicherheit und Geborgenheit (vergl. Cooconing).

  Und sie sorgen vor ‑ die modernen Ängste bedeuten einen riesigen Ko nsumfaktor :

  Immer mehr Menschen legen ihr Geld in Langzeitsicherheiten wie Sparverträgen oder Wohneigentum an.

  Der Wach‑ und Sicherheitsbereich verzeichnet massive Umsatzzuwächse.  

Die Textilindustrie entwickelt verstärkt Produkte, die Schutz bieten vor Kälte und Hitze, Wind und Wasser, UV‑Strahlen und Hautalterungsprozessen.

  In der Kosmetikbranche verliert der dekorative Bereich an Bedeutung. Neue Produkte sollen Haut und Haare schützen bzw. den Körper jung erhalten.  

Functional Food erobert die Supermarktregale.  Neue Lebensmittel werden mit speziellen Vitaminen und Wirkstoffkombinationen angereichert und ergänzt,

Cocooning

Rückzug ins eigene Nest

Dieser Trendbegriff benennt den Hang zum Rückzug in die eigenen vier Wände und wurde von Faith Popcom Anfang der 90er Jahre definiert. Leben im Kokon meint, daß die Bürger zunehmend die häusliche Sphäre als emotionalen Lebensmittelpunkt definieren. My home is my castle ‑und der Rest der Welt geht mich nichts an.

  Während Cocooning in den USA dazu führte, daß die Menschen weniger oft Ausgingen (was sich in den frühen 90er Jahren tatsächlich in steigenden Ausgaben für häusliche Produkte wie Möbel, Fernseher, DIY‑Produkte etc. bemerkbar machte) ist dieser Trend in Europa durch die niedrigeren Kriminalitätsraten nicht so ausgeprägt .

  Dafür sind die psychologischen Aspekte des Cocoonings hierzulande umso deutlicher sichtbar. Sicherheitsbedürfnisse in der Gesamtbevölkerung nehmen zu (vergl. Security Age). Das Interesse an allgemeinen gesell schaftlichen Belangen und, an Politik nimmt eher ab, ebenso die persönli che Risikobereitschaft.

  In Deutschland kann man Cocooning auch als eine zunehmende Abkehr von Modernisierungstendenzen definieren: In der allgemeinen deutschen Jammer‑ und Klagekultur spiegelt sich ein Hang zur Eigenbrötlerei. Jeder klammert an seinen Besitzständen, die Vergangenheit wird verklärt ‑Mentales Cocooning bestimmt unseren öffentlichen Diskurs.

Smart Tech

Eine neue Welle von Vereinfachungstechnologie n prägt die Märkte der Zukunft

Technische Komplexität bestimmt unser Leben ‑ und wird zunehmend zum Alltagsproblem. Das Handy piept, der Anrufbeantworter rattert, das Fax spuckt unentwegt Seiten aus, das Auto will zur Inspektion gebracht werden, und schon wieder gibt die neue Software ihre Geheimnisse und Absturzgründe nicht preis. Das moderne Leben erreicht eine imaginäre Grenze, jenseits derer der Grenznutzen des Neuen, Besseren, Technologischeren rapide fällt.

  Es geht also in Zukunft um leichtere Bedienbarkeit, um die Smartness von Technik. Smarte Technologien sind "irgendwie sympathisch". Sie sind für den Laien verständlich. Sie integrieren sich nahtloser und angenehmer in den Alltag. Sie reduzieren Kosten, Systemzwänge und vor allem die Zeit, in der man sich um sie kümmern muß. Sie bieten echtes "plug and play"

  Sie kommen mit dem Notwendigsten aus (und brauchen nicht jede erdenkliche Funktion), sind aber trotzdem sehr modern. Sie sind demo kratisch, weil sie nicht teuer und edel im alten Sinne sind. Und sie haben ein freundliches, oft kuscheliges Design.

  Hier einige Beispiele für die erste Generation der Smart-Tech-Produkte: Der iMac von Apple, der Lupo von VW, der Smart von Daimler Benz, der Staubsauger von Dyson (Saugen ohne Staubsaugerbeutel).

Authentic-Trend

Die große Nostalgie

Die moderne Welt vermittelt uns ein Gefühl von Irrationalität. Die Medienflut führt zu einer zunehmenden Realitätsunsicherheit der Menschen (vergl. Virtualisierung). Die Wirklichkeit wird als paradox, unsicher, verlogen empfunden. Dies erzeugt einen mächtigen Retro-Trend  

Die Sympathie des Konsumenten gilt heute oft Marken und Produkten mit Historie, Integrität, Persönlichkeit, Nähe.

  Das Bedürfnis nach Authentizität vermittelt sich in folgenden Attributen:

  Herkunft: Die Herkunft der Produkte soll ausgewiesen werden ‑besonders im Bereich der Ernährung erzielen Regionalprodukte großen Absatzzuwachs.

  Nostalgie: Altes und Altgewohntes wird neu entdeckt und inszeniert. Das Wirtshaus an der Ecke, das langlebige Handwerksprodukt (Manu-Factum, Tods), Spielzeug aus dem 18. Jahrhundert.

  Street Credibility: Besonders die großen Jugend‑Marken (Nike, Adidas) haben in den vergangenen Jahren mit Elementen authentischer Jugend‑ und Subkulturen gespielt, die aus Ghettos oder ethnischen Minderheiten stammten.

  Patina: Schließlich zeigt sich der Authentic-Trend auch im Design. Rost und Patina, die Spuren des Vergänglichen, werden bewußt als Stilelement im Interior Design eingesetz t

 

Clanning

Klanbildung, das Leben in der sozialen Gruppe.

 

Dieser Begriff w urd e von Faith Popcom eingeführt. Er benennt einen Teilaspekt der Individualisierung: Die Menschen orientieren sich zunehmend in sozialen Clans. Wahlverwandtschaften ersetzen die alten Familien‑Ver hältnisse.

  Besonders Jugendliche lösen sich immer mehr aus dem Umfeld der Familie und definieren ihr Leben über einen ausgedehnten Freundeskreis. Später dann werden diese Cliquen und Clans zu Netzwerken, die bei der Jobsuche behilflich sein können und den einzelnen auch im Erwachsenenleben begleiten.

  Clanning kann in manchen Kulturen extreme Formen annehmen. So hat sich etwa in Japan die sogenannte "Otaku-Kultur" ausgebreitet . Fans organisieren sich mit Hilfe der elektronischen Medien zu Gemeinden, die ihre Hobbys wie Kulte Pflegen. Dabei kann es sich um Batman‑Fanatiker, Anhänger von Modelleisenbahnen oder Lara Croft‑Bewunderer handeln ‑ Hauptsache, das Sujet taugt zur Herstellung radikaler Gemeinsamkeit;

Soft-Individualismus

Freundschaft, Spiritualität, Toleranz: Der Sieg der "weichen Werte" über den Fun-Hedonismus

  Der Begriff Soft‑Individualismus, faßt die zentralen Wertewandel‑Trends für die Zeit der Jahrtausendwende und darüber hinaus zusammen.

  Soft‑Individualismus basiert auf der Suche der Gesellschaft nach Werten, die die Folgeprobleme der Individualisierung begrenzen können und die sowohl Bindungs‑, als auch Freiheitsoptionen beinhalten.

  Wir unterscheiden drei Wertephasen nach dem Zweiten Weltkrieg:

  In der ersten Phase, der Wirtschaftswunderzeit, dominieren konservative Wertorientierungen wie Pflicht, Disziplin, Familie, Treue, Glauben.  Die Menschen trauen dem noch junge Wohlstand nicht. Sie bleiben sparsam und vorsichtig in ihrem Verhalten und ihren Werte-Orientierungen.

In der zweiten Phase, die etwa Mitte der 60er Jahre beginnt, dringen hedo nistische Werte auf breiter Front in die Gesellschaft vor: Lust, Selbstver wirklichung, Ich, Eros, Materialismus. Die Lebens‑Sinn‑Frage wird seitdem immer mehr mit der Antwort "Ich will Spaß haben im Leben" beantwortet. Begriffe wie Fun‑Kultur und Erlebnisgesellschaft beschreiben den damit verbundenen Wandel.

  Heute entwickelt sich die dritte Phase, die wir Soft‑Individualismus nen nen. Werte wie Freundschaft, Spiritualität, Engagement, Erfahrung, Verantwortung gewinnen an Bedeutung. Sinnfragen werden wieder ernstgenommen, hedonistische Orientierungen reichen den Menschen nicht mehr aus.

  Eine neue Ernsthaftigkeit prägt die Zeit ab der Jahrtausendwende. Aber es geht nicht um ein kulturelles Rückwärts, sondern um eine Werte‑Evolu tion: Weiche Individual‑Werte verbinden die Werte der Ich‑Kultur mit dem Sozialen halten die Balance zwischen Bindungen und großen Auswahlmöglichkeiten.

 

Virtualisierung

Der Druck des Künstlichen auf die Wirklichkeit nimmt zu

  Virtualisierung handelt von der zunehmenden Verkünstlichung unserer Umwelt durch elektronische Medien und Simulationen. Die Alltagserfahrung des modernen Menschen ist immer mehr durch Ersatzerfahrungen geprägt. Wir leben in einem künstlichen Universum aus Zeichen, Bildern und Simulationen, in dem es für den einzelnen immer schwieriger wird, Kategorien wie wahr und wirklich", "verbindlich" und "wichtig/unwichtig" zu definieren.

Der Übergang unserer Welt in immer schnellerem Zeittakt verändert das Bewußtsein vor allem der jüngeren: Im Cyberspace scheint alles möglich, sind die Grenzen von Raum, Zeit und Form aufgehoben.

 

Die Medienflut führt zu einem zunehmenden Realitätsverlust: Menschen leben entlang von Kinofilmen und Fernsehserien (das "Lindenstraßen-Syndrom").

Themen‑ und Freizeitparks, Vergnügungsanimationen bis hin zur perfekten Simulations‑Fahrt prägen die Freizeitkultur immer stärker. Eine Art Zweites Universum  entsteht, in dem optische und sensualistische Sensationen möglich werden, die in der realen Welt unmöglich oder zu teuer sind.

Im 21. Jahrhundert wird die Verknappung natürlicher Ressourcen die Virtualisierung weiter vorantreiben: Bei steigender Weltbevölkerung wird Realität zur seltenen und teuren Ware. Weil die Ressourcen der Natur knapp werden, müssen sich immer mehr Menschen mit Zweit-Realitäten zufrieden geben (Center Parcs statt Südsee, künstliche Skipiste statt Alpen).  

Immer schnellerem Zeittakt verändert das Bewußtsein vor allem der jüngeren: Im Cyberspace scheint alles möglich, sind die Grenzen von Raum, Zeit und Form aufgehoben.

  Die Medienflut führt zu einem zunehmenden Realitätsverlust Menschen leben entlang von Kinofilmen und Fernsehserien (das "Linden­ straßen‑Syndrom").

Themen‑ und Freizeitparks, Vergnügungsanimationen bis hin zur perfekten Simulations‑Fahrt prägen die Freizeitkultur immer stärker. Eine Art Zweites Universum entsteht, indem optische und sensualistische Sensationen möglich werden, die in der realen Welt unmöglich oder zu teuer sind.

  Im 21. Jahrhundert wird die Verknappung natürlicher Ressourcen die Virtualisierung weiter vorantreiben: Bei steigender Weltbevölkerung wird Realität zur seltenen und teuren Ware. Weil die Ressourcen der Natur knapp werden, müssen sich immer mehr Menschen mit Zweitrealitäten zufrieden geben (Center Parcs statt Südsee, künstliche Skipiste statt Alpen)

Webmaster: Ehrenamtlicher kommissarischer Geschaeftsf. des krefeldercomputerclub.de, A. D. Hansen,  47805 Krefeld, 

T/F: 02151-540566, Mobil: 0174-8710576 und  T-Nr.   0175-77 99 739

 

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T: 02151- 540566

Diese Webprojekte stehen zum Verkauf:

 

0.       

TLD     Domains

1.       

aerztefehler.info

2.       

auktionsagentur.net

3.       

computerhelfer24.de

4.       

computerhelfer24.de/new/index.htm

5.       

duesseldorfercomputerclub.de

6.       

düsseldorfercomputerclub.de

7.       

ebay-agentur.eu

8.       

ebay-agentur.info

9.       

erfolg-verlag.de

10.  

hansenkg.de

11.  

kapitalvermehren.de

13.  

krefeldercomputerclub.de

14.  

marinesurveying.de

15.  

marine-surveying.eu

16.  

oldtimer-classiccars.eu

17.  

robin-medicare.de

18.  

sachverstaendiger-yacht.de

19.  

sail-and-cruise.eu

20.  

skipper24.net

21.  

yachtdeliver.eu

22.  

yachtgutachter.eu

23.  

yachtinternational.de

24.  

yachtinternational.eu

25.  

yachtregistration.de

26.  

yacht-sachverstaendiger.de

27.  

yachtsachverstaendiger.net

28.  

yachtsachverstaendiger.org

29.  

yacht-scout.de

30.  

yachtscout.info

31.  

yacht-total.de

32.  

yachtueberfuehrung.eu